31.05.2008
Das Kunstmuseum St. Gallen bietet nach der Wurm-Ausstellung erneut einen Höhepunkt (bis Ende August 2008). Der Belgier David Claerbout stellt mediale Installationen vor. Es ist seine erste Einzelausstellung in der Schweiz. “After the Quiet” titelt das Kunstmuseum. Claerbout widmet sich als Künstler dem Verhältnis zwischen Dauer und Augenblick.
Die Spuren der Reformation in St. Gallen kann aufnehmen, wer sich dafür interessiert. Am 1. Juni, 16 Uhr, beginnt eine Führung durch die St. Galler Altstadt, Dauer zirka eineinhalb Stunden. Gestartet wird beim Vadiandenkmal. Der Theologe Walter Frei führt durch die Veranstaltung. Auskünfte: 071 278 12 64. Eine Anmeldung ist nicht nötig. (Angaben ohne Gewähr)
30.05.2008
Am 6. Juni wird es soweit sein: Der Frauenpavillon startet in St. Gallen in die neue Saison. Die Klezmer-Band Foolish Freylach spielt zur Eröffnung. Das gesamte Programm ist bei der Online-Plattform ostschweizerinnen.ch publiziert (PDF).
Ab 1. Oktober werden die Restaurants im Kanton St. Gallen rauchfei sein. Im “Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen” ist dies geregelt. Das Referendum wurde nicht ergriffen. Ein schwacher Trost für die Raucher: In geschlossenen Raucherräumen (Fumoirs) kann weiterhin gequalmt werden.
24.05.2008
Peter Stamm liest an der Universität St. Gallen (Bibliothek), und zwar am 5. Juni, 19.30 Uhr: “Wir fliegen. Erzählungen”.
Der 1963 geborene Stamm lebt in Winterthur. Sein erster Roman Agnes erschien 1998 bei Arche und zählt zu den viel beachteten Texten der aktuellen Schweizer Literatur. Besonders angetan hat es mir Ungefähre Landschaft, ein Roman, der 2001 in die Buchhandlungen kam. Wir fliegen ist sein neuestes Buch.
Zu beachten ist auch die Website von Peter Stamm…
Vom 31. Juli bis 3. August, just in der Sommerferienzeit, findet die Art Bodensee 08 in Dornbirn (Messegelände) statt.
20.05.2008
[Pitt] Die Museumsnacht hat in der Ostschweiz (und anderswo) ihren festen Platz in der Jahreagenda. Bei uns gibt es jedoch ebenso eine Nacht der Kirchen, und zwar am Samstag, 24.5.2008. Die Rede ist von den “christlichen Kirchen” der Region St. Gallen.
Hilflos wirkt, was die einen Kirchengemeinden anbieten (siehe Programm), etwa, wenn man sich das Grillen als Höhepunkt vorzustellen hat. Das ist, wie wenn ein Museum in der Museumsnacht zum Tanzen auf dem Parkplatz einladen würde. Allerdings fehlt es im Programm der Kirchennacht auch nicht an Vielversprechendem. Beispielsweise stelle ich mir das Lichterlabyrinths auf dem Klosterplatz als Erlebnis der besonderen Art vor. Ob es ein Hauch von Spiritualität zu vermitteln mag? Ich bin zuversichtlich.
19.05.2008
Noch bis 1.6.2008 zeigt das Kunsthaus Bregenz Werke des deutschen Künstlers Carsten Höller. Der in Stockholm lebende 47-jährige Künstler spielt mit Wahrnehmungsphänomenen. Die Ausstellung in Bregenz wirkt auf mich spielerisch, verspielt: Man ist sofort mitten drin. Schliesslich gibt es die Möglichkeit, eine Nacht (Freitag oder Samstag) auf der vierten Etage des Kunsthauses im sich drehenden “Hotelzimmer” von Höller zu verbringen. Das kostet eine Kleinigkeit, die Preisgestaltung ist aber durchaus fair. Der Titel “Carrousel” passt zu dem, was gezeigt wird. Alles dreht sich, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten - oder ist man es selbst, der sich dreht und alles andere bleibt stabil? Übrigens: Die Installation auf der zweiten Etage ist für Epileptiker nicht geeignet. Das Warnschild fehlt nicht und es scheint, als sei dieses fester Bestandteil des Kunstwerkes…
16.05.2008
Im Durchschnitt ist der Steuerfuss in den St. Galler Gemeinden 2008 um rund 5 Prozent gesunken. Auf der Webseite des Kantons können die aktuellen Steueransätze der Gemeinden eruiert werden. Die Steuerfüsse variieren nach wie vor stark: In Rapperswil-Jona beträgt er 99, in Pfäfers hingegen 162 Punkte. Auch Rorschach bringt es auf das Maximum 162, die Nachbargemeinden Rorschacherberg und Goldach dagegen kommen auf 130 und 116. Steuerlich günstig weg kommen die Rheintaler in Balgach (102), Au (110) und Berneck (112), schlechter sieht es für die Altstättern aus (159). Teurer ist das Leben im Toggenburg. Wattwil beispielsweise liegt bei 160 Punkten und damit nahe am Maximum.
14.05.2008
Poetry Slam ohne Jury, ohne Wettbewerb: geht das? Bis heute dachte ich, Poetry Slam sei eine Kampfsportart, jedem Box-Fight näher als Le Petit Prince. Die Gewissheit, mich am Gegenpol zur Welt der Literaturflüsterer zu bewegen, Sätze daher gestampft und geschrieben zu bekommen, trieb mich an Slam-Veranstaltungen.
Nun gut, das ist eine ungerechte Hinführung zur Veranstaltung, um die es nun geht. Denn niemand in der Ostschweiz sollte am 16. Mai 2008 etwas anders tun, als Kampfstimmung hineintragen in den St. Galler Bierhof (Rorschacherstrasse 34). Dort treten Renato Kaiser und Julius Fischer gegeneinander an. Fischer kommt aus Leipzig, Kaiser ist als Poetry-Kämpfer aus der Schweiz bekannt. An diesem Abend wird übrigens eine CD entstehen. Türöffnung 19.30 Uhr, Poetry Slam ab 21 Uhr (Alle Angaben ohne Gewähr.)
13.05.2008
Nesa Gschwend “was born and raised in the Rhine Valley in Switzerland”, ist auf der Website zu lesen: konkret aus Altstätten stammt die Künstlerin. Noch bis 18. Mai stellt sie im Engländerbau in Vaduz aus. “Zwischen Geste und Ausdruck” lautet der Titel der Ausstellung. Nesa Gschwend nutzt verschiedene Wege, Verinnerlichung und Veräusserlichung darzustellen: Video, Installation, Zeichnung, Performance. Am 18. Mai findet die Finissage mit Performance statt, 15 bis 17 Uhr. (Alle Angaben ohne Gewähr.)
12.05.2008
09.05.2008
Bernhard Brack liest “aus dem literarischen Ferstudium an der Goethe-Akademie, Frankfurt”. Der Ostschweizer Literat und Sozialarbeiter (Sozialdienst Dompfarrei) bietet am 1. Juni 2008 im Restaurant Stickerei (Oberer Graben 44, St. Gallen) “Geschichten, Fabeln, Gedichte”. Die Veranstaltung beginnt ab 11 Uhr, Frühstück wird ab 10 Uhr serviert. (Eintritt frei, Kollekte).
Bekannt geworden ist Brack mit Olga John (1997) und den Altengeschichten (Kalender für die Jahre 2000, 2001 und 2003).
08.05.2008

Mediterran fühlt sich das Leben am Bodensee an diesen satten Frühlingstagen an. Hier der Blick von Strandbad Arbon in Richtung Romanshorn (Thurgau).
Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt derzeit eine Ausstellung von Erwin Wurm, the artist who swallowed the world. Die Ausstellung des erfolgreichen Gegenwartskünstlers ist nur noch bis zum 12. Mai zu sehen. Ein Besuch lohnt sich…
05.05.2008
1997 starb Theo Frey. Mittlerweile gehört er zu den “Klassikern” der Schweizer Fotografie, wie der Fotograf, Maler und Grafiker Gotthard Schuh. Mit ihm kann er in einem Atemzug genannt werden. Frey hat sich zeitlebens der Reportage veschrieben, sein Interesse galt dem Unscheinbaren des Alltags.
Bis zum 24.8.2008 widmet ihm die Fotostiftung in Winterthur eine Ausstellung. Auch wenig bekannte Aufnahmen von Frey sind zu sehen. Zu Freys Nachlass übrigens zählen 100′000 Negative. Eine Zahl, welche die Produktivität des Fotoreporters verdeutlicht. (Quelle: Fotostiftung)