03.05.2008
St. Gallen - Chur mit der Bahn in knapp einer Stunde: Das ist Zukunftsmusik. Denn wer diese Strecke heute abrattert, braucht dafür rund eineinhalb Stunden. Lange Zeit war man in der Ostschweiz der Meinung, von der SBB überhaupt nicht wahrgenommen zu werden.
72 Millionen Franken investieren die SBB in die Rheintal-Linie, und zwar in der Zeitspanne bis 2013. In der Au, in Altstätten und schliesslich in Sargans sind, immer gemäss SBB-Mitteilung, Modernisierungen bei den Bahnhöfen nötig. St. Gallen - Chur in knapp einer Stunde, dies wird Bahnwirklichkeit werden. Hinzu kommt, dass die Anschlüsse ab Sargans optimiert werden sollen.
Rheintaler reiben sich (ungläubig) die Augen: Sollen wir hier doch noch ans Bahnfahren denken?
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04.07.2006

Eine Stadt verändert laufend ihr “Gesicht”. Auch St. Gallen. In diesen Tagen wird beim Hotel Einstein grossräumig abgebrochen. Entstehen wird ein Kongresszentrum. Von der Umgestaltung betroffen ist unter anderem das Gambrinus. Dort wirteten einst die Grafs und später wurde aus dem “Gambi” ein Jazzlokal, das zeitweise beachtenswerten Jazz bot. Von vielen zu spät entdeckt und vermutlich eh zu klein, um wirklich zu rentieren… Vor allem für ehemalige Studentinnen und Studenten der Ostschweizerischen Schule für Sozialarbeit (OSSA) bleibt das “Gambi” als Studienlokal in Erinnerung. Die Schule befand sich in Beizennähe (oder umgekehrt?). Wir wären alle nicht das geworden, was wir ohnehin nicht sind, wenn wir nicht regelmässig im Gambrinus verkehrt hätten. Eine Stadt verändert laufend ihr “Gesicht”. Sogar St. Gallen.
03.07.2006
Hannes Nussbaumer beschäftigt sich im Tages-Anzeiger (1.7.2006, Seite 4) mit St. Gallen. Das Fazit des Artikels ist rasch zusammengefasst, und zwar mit einem Satz des Stadtratskandidaten Thomas Scheitlin: “Die letzten grossen Würfe stammen aus den 60er-Jahren”. Architektonische Beachtung beispielsweise hat nichts erreicht, was in letzter Zeit gebaut wurde. Scheitlin wird auch mit der Bilanzaussage zitiert:
“Die Stadt hat den Anschluss ein bisschen verpasst.”
Zu einem solchen Urteil kommt im Falle St. Gallens auch, wer nicht aus politischer Sicht argumentiert. Es genügt der lose Vergleich von St. Gallen beispielsweise mit Winterthur oder dem Vorarlbergischen Dornbirn. Als Kulturhauptstadt konnte sich St. Gallen bisher - im Städtevergleich betrachtet - nicht etablieren. Kein boomendes Zentrum weit und breit. Und die Einwohnerzahl stagniert.
02.06.2006
Das ehemalige Kino Palace in St. Gallen könnte heute ein Kulturtreffpunkt sein. Oder mindestens ein Treffpunkt. Doch es ist lediglich ein Streitpunkt. 2003 hat die Stadt St. Gallen das alte Kino erworben. Ende Mai schliesslich, nach langen drei Jahren, hat das Stadtparlament über das Palace entscheidend verhandelt - und eine Vorlage zurück gewiesen, welche aus dem Palace einen Kulturtreffpunkt hätte machen wollen. (weiterlesen…)