Wer in den Sechziger Jahren in der Ostschweiz zur Schule ging, erinnert sich an sie: Edith Pischl-Linder ist, mit ihrem Mann, dem “Tierli Walter”, durch die Schulen gezogen und hat Tiere vorgestellt. Respektvoll, engagiert und oft zärtlich haben die beiden ihre Beziehungen zu “ihren” Tieren aufgezeigt. 1961 haben die “Tierli Walters” den Walter Zoo in Gossau gegründet. Vor wenigen Tagen ist Edith Pischl-Linder 80 Jahre alt geworden. Noch heute ist sie regelmässig an der Kasse des Zoos anzutreffen, vor allem Sonntags, wie im Zoo zu vernehmen war. Zurzeit übrigens sammelt der Walter Zoo Geld, um die Raubtierkäfige auszubauen.
In diesem Jahr jährt sich der Todestag von Robert Walser zum 50. Mal. Walser starb am Weihnachtstag 1956 in Herisau. Dort lebte er während 24 Jahren in der Psychiatrischen Klinik. In die Psychiatrie geriet er gegen seinen Willen. 1933 gab er das Schreiben auf. Zu Lebzeiten wurde Walser weitgehend verkannt. Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) widmete Walser am vergangenen Samstag einen Literaturbrennpunkt. Walser sei, so schreibt Ivan Ferron in der NZZ, ein “Meister des Reisens an Ort†(NZZ, 27./28.5.2006, 69). In Herisau wurde die Wegstrecke, die Walser regelmässsig unter die Füsse nahm, zum Robert-Walser-Pfad.
1981 wurde Peter Ochsenbein an die Stiftsbibliothek nach St. Gallen berufen. Er folgte auf Johannes Duft. 1992 begegnete ich Ochsenbein zum erstenmal. In der Folge hörte ich Referate, die Ochsenbein in unterschiedlichen Kontexten vortrug. Seine Art, den Fragen mittelalterlicher Theologie Aktualität zu verleihen, überraschte und faszinierte mich. (weiterlesen…)